Mitglieder

Der Sächsische Kultursenat wurde ebenso wie die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen 1993 durch den Sächsischen Landtag errichtet. Das Gremium aus 24 der Kunst und Kultur Sachsens verbundenen Persönlichkeiten wird vom Ministerpräsidenten berufen. Seine Aufgabe ist es, die Förderpolitik des Landes und der Kommunen für Kunst und Kultur beratend zu begleiten und Empfehlungen für inhaltliche und regionale Schwerpunktsetzungen auszusprechen. Er nimmt darüber hinaus zu grundlegenden kulturpolitischen Fragen Stellung. Die Geschäftsstelle befindet sich bei der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Zudem ist der Präsident bzw. die Präsidentin des Kultursenats Mitglied des Vorstandes der Kulturstiftung. Die Geschäftsführung des Kultursenates hat der Stiftungsdirektor der Kulturstiftung inne. 

Mitglieder des Sächsischen Kultursenats

Dem Sächsischen Kultursenat gehören 24 der Kunst und Kultur Sachsens verbundene Persönlichkeiten an, die vom Ministerpräsidenten für eine Amtszeit von fünf Jahren berufen werden. Ergänzt wird das Gremium durch entsandte Vertreterinnen und Vertreter des Sächsischen Landtags, des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus, des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen, des Sächsischen Städte- und Gemeindetags und des Sächsischen Landkreistags. Die Senatorinnen und Senatoren arbeiten ehrenamtlich.

Persönlichkeiten, die der Kunst und Kultur des Freistaates Sachsen verbunden sind

  • Albrecht Koch
  • Präsident des Sächsischen Kultursenats, Kantor und Organist am Freiberger Dom
  • Katja Erfurth
  • Vizepräsidentin des Sächsischen Kultursenats, Tänzerin und Choreographin, Dresden
  • Andreas Beuchel
  • Superintendent, Meißen
  • Marcel Beyer
  • Schriftsteller, Dresden
  • Dr. Frédéric Bußmann
  • Generaldirektor Kunstsammlungen Chemnitz
  • Claas Danielsen
  • Geschäftsführer der Mitteldeutschen Medienförderung, Leipzig
  • Gunnar Dedio
  • Geschäftsführer, LOOKS Film & TV Produktionen GmbH, Leipzig
  • Dipl.-Ing. Alf Furkert
  • Sächsischer Landeskonservator, Landesamt für Denkmalpflege des Freistaates Sachsen, Dresden
  • Andreas Heidtmann
  • Schriftsteller, Herausgeber und Verleger, Leipzig
  • Dr. Susanne Hose
  • Stellvertretende Direktorin Sorbisches Institut e.V., Bautzen
  • Dr. Sylke Kaufmann
  • Leiterin des Lessing-Museums und der Städtischen Sammlungen Kamenz
  • Thomas Kluttig
  • Geschäftsführer, 3mag Media GmbH, Zittau
  • Prof. Oliver Kossack
  • Rektor der Hochschule für Bildende Künste Dresden
  • Axel Köhler
  • Rektor der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden
  • Dipl.-Ing. Christian Mertens
  • Freier Architekt, Zwickau
  • Prof. Dr. em. Werner J. Patzelt
  • Professor für Politische Systeme und Systemvergleich, Technische Universität Dresden, Institut für Politikwissenschaft (bis 2019)
  • Dr. Nora Pester
  • Inhaberin und Verlegerin Hentrich & Hentrich Verlag Berlin Leipzig
  • Dr. Sven Rössel
  • Leiter der Kreismusikschule „Heinrich Schütz“ Nordsachsen
  • Carena Schlewitt
  • Intendantin HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Dresden
  • Lydia Schubert
  • Verwaltungsdirektorin der Oper Leipzig
  • Torsten Tannenberg
  • Geschäftsführer Sächsischer Musikrat e.V., Dresden
  • Kirsten Vincenz
  • Direktorin der Kustodie der Technischen Universität Dresden
  • Kirstin Zinke
  • Geschäftsführerin Landesverband Soziokultur Sachsen e.V., Dresden

Drei vom Landtag gewählte Abgeordnete

  • Jörg Kühne, AfD
  • Mitglied des Sächsischen Landtags
  • Andreas Nowak, CDU
  • Mitglied des Sächsischen Landtags
  • Peter Wilhelm Patt, CDU
  • Mitglied des Sächsischen Landtags

Je ein Vertreter des SMWKT, des SMF, des Sächsischen Städte- und Gemeindetags und des Sächsischen Landkreistags

  • Markus Franke
  • Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus, Abteilungsleiter Kunst, Dresden
  • Kay-Uwe Voß
  • Sächsisches Staatsministerium der Finanzen, Abteilungsleiter II, Dresden
  • Octavian Ursu
  • Oberbürgermeister der Stadt Görlitz
  • Landrat Dirk Neubauer
  • Landratsamt Mittelsachsen

Ehemalige Präsidenten des Sächsischen Kultursenats

Dr. Rolf Magerkord (* 4.1.1934 in Erfurt)

Nach einer Lehre zum Steinbildhauer studierte er an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Magerkord arbeitete auch als Restaurator, Kunsterzieher und Kunstwissenschaftler. In den 80er Jahren war er als freischaffender Bildhauer tätig bevor er nach der friedlichen Revolution 1990 der erste Oberbürgermeister der Stadt Plauen wurde. Er begleitete den Wiederaufbau der Stadt Plauen und der demokratischen Strukturen bis ins Jahr 2000.
Vom 30.9.1993 bis zum 15.4.1996 war Magerkord der erste Präsident des Sächsischen Kultursenats.

Prof. Udo Zimmermann (* 6.10.1943 in Dresden, † 22.10.2021)

Er war von 1954 bis 1962 Mitglied im Dresdner Kreuzchor unter Rudolf Mauersberger. Nach dem Abitur studierte er an der Dresdner Musikhochschule Komposition, Dirigieren und Gesang. Zimmermanns Hauptaugenmerk gilt dem Musiktheater; er schrieb mehrere Opern, von denen die Weiße Rose (1986) über die Geschwister Scholl internationalen Erfolg hatte. Er arbeitete als Dramaturg und Intendant u.a. in Dresden, Bonn, Leipzig, München, Berlin, Hamburg, Salzburg, Wien und Zürich.
Vom 15.4.1996 bis zum 22.10.2001 war er Präsident des Sächsischen Kultursenats.

Dr. Bernhard Freiherr von Loeffelholz (* 21.8.1943 in Weimar)

Er studierte nach dem Abitur am Humanistischen Gymnasium München Betriebs- und Volkswirtschaft in München, Saarbrücken und Berlin. Ab 1968 war er Mitarbeiter in der Dresdner Bank, zuerst als Leiter des Vorstandssekretariats von Jürgen Ponto in Frankfurt, dann Direktor der Niederlassung München. Als Leiter des Bonner Büros baute er den Bereich Kunst und Wissenschaft auf. Zuletzt war er bis 1999 Geschäftsführender Vorstand der Jürgen Ponto-Stiftung und der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank.
Vom 22.10.2001 bis zum 30.4.2009 war er Präsident des Sächsischen Kultursenats.

Dr. Jürgen Uwe Ohlau (* 24.3.1940 in Emmendingen, † 21.12.2015)

Er absolvierte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ein Lehramtsstudium in Germanistik, Geschichte und Geographie und wurde 1965 in mittelalterlicher Geschichte zum Dr. phil. promoviert. Anschließend war er bei den Goethe-Instituten in Schweden, Indien, Kairo, München und New York tätig. 1991 ging er nach Dresden und baute die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen auf, deren Stiftungsdirektor er bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2003 war.
Vom 1.5.2009 bis zum 31.7.2013 war er Präsident des Sächsischen Kultursenats.

Christian Schramm (* 3.5.1952 in Burgstädt)

1968 schloss er die Polytechnische Oberschule ab und begann eine Lehre zum Dreher. Von 1970 bis 1974 studierte er an der Evangelischen Hochschule Moritzburg Religionspädagogik. Ab 1974 war er als Gemeindediakon in Bautzen tätig und seit 1988 zwei Jahre lang als Bezirkskatechet des Kirchenbezirks Bautzen. Nach der Wende war er Mitbegründer des Neuen Forums in Bautzen. 1990 wurde er zum Bürgermeister der Stadt Bautzen gewählt und wirkte seit 1995 als Oberbürgermeister bis 2015.
Vom 1.8.2013 bis zum 30.9.2017 war er Präsident des Sächsischen Kultursenats.

Dr. Christoph Dittrich (* 15.4.1966 in Dresden)

Er studierte von 1986 bis 1991 an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden Tuba, Gesang, Musikpädagogik und Musikwissenschaft und nahm Kammermusik-Unterricht in der Meisterklasse von Professor Ludwig Güttler.
Von 1991 bis 2002 war er Musiker und dramaturgischer Mitarbeiter der Elbland Philharmonie Sachsen, anschließend dann bis 2013 Intendant und Geschäftsführer des dann in Neue Elbland Philharmonie umbenannten Orchesters. Seit 2013 ist er Generalintendant der Städtischen Theater Chemnitz gGmbH.
Er war vom 1.10.2017 bis zum 25.2.2020 Präsident des Sächsischen Kultursenats.